g-Strophanthin
g-Strophanthin (oft auch Ouabain genannt) ist das herzwirksame Glykosid aus den Samen der westafrikanischen Schlingpflanze Strophanthus gratus. Es gehört zur Stoffklasse der Cardenolide und ist chemisch eng verwandt mit anderen pflanzlichen Herzglykosiden wie Digitoxin oder k-Strophanthin.
Bezeichnungen und Synonyme
- g-Strophanthin – deutsche Fachbezeichnung
- Ouabain – internationale, englischsprachige Bezeichnung
- Strophanthin-G – ältere Schreibweise
Die Doppel-Benennung führt regelmäßig zu Verwirrung: g-Strophanthin und Ouabain sind dieselbe Substanz. In englischsprachigen Quellen findet sich fast ausschließlich "Ouabain", in deutschen Quellen meist "g-Strophanthin". Eine separate Begriffserklärung findet sich auf Ouabain.
Historische und naturheilkundliche Einordnung
In der deutschsprachigen Akutmedizin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war g-Strophanthin Standard bei akuten Herznotfällen, zunächst intravenös, später auch als perorale Zubereitung. Ab den 1970er Jahren wurde es schrittweise durch neuere Substanzen ersetzt.
Im naturheilkundlichen und alternativmedizinischen Diskurs ist es bis heute Thema, insbesondere durch populärwissenschaftliche Bücher wie "Schach Matt dem Herzinfarkt" (Hans Kaegelmann). Eine ausführliche historische Einordnung findet sich auf Geschichte des Strophanthins.
In welchen Produkten kommt g-Strophanthin vor?
g-Strophanthin ist Hauptbestandteil von Strophanthin Urtinktur gratus (üblich 0,6 % nach HAB). Es ist nicht enthalten in kombe-Urtinkturen, die stattdessen k-Strophanthin enthalten. Mehr zur Pflanze auf Strophanthus gratus.
Verwandte Begriffe
- Ouabain (Synonym)
- k-Strophanthin (verwandte Substanz aus kombe)
- Strophanthus gratus (Stammpflanze)
- Urtinktur (Darreichungsform)
Weiterführend
Wichtiger Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite sind allgemein und ersetzen keine ärztliche Beratung.